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Folge 45

Vertrauen in der Krise: Wie Wissenschaft hilft Fakten von politischer Meinung trennen

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Diese Folge widmet sich einem fundamentalen Thema für alle gesellschaftlichen Entscheidungen: dem Vertrauen in die Wissenschaft, besser bekannt unter dem Slogan "Trust in Science".

Warum hat der Einfluss wissenschaftlicher Erkenntnisse gefühlt abgenommen, wie funktioniert Forschung wirklich und wie treffen wir als Menschen eigentlich Entscheidungen?
Und was bedeutet das alles für den Erfolg unserer Demokratie?
Das erfahrt ihr in dieser Folge.

Themen dieser Folge:

  • Globale Studiendaten zur Glaubwürdigkeit: Was bedeutet „Trust in Science“ eigentlich? Wir blicken auf eine umfassende Studie mit 72.000 Befragten aus 68 Ländern und besprechen das überraschende Ergebnis, warum das Vertrauen in Forschende trotz gefühlter Skepsis im Vergleich zu Politikern oder Social-Media-Influencern weiterhin enorm hoch ist.

  • Die Psychologie des Denkens (Kahneman): Warum unser Gehirn einfache Antworten bevorzugt und statistisches Denken harte, energieintensive Arbeit ist. Wir erklären Daniel Kahnemans Modell von „System 1 und System 2“ (aus Thinking, Fast and Slow) und veranschaulichen anhand einer israelischen Richter-Studie, wie stark biologische Faktoren wie Hunger und Müdigkeit unsere Urteilskraft steuern.

  • Wissenschaft als selbstkorrigierender Prozess: Warum kein Modell fehlerfrei ist („Never fall in love with your model“) und Fehlerkultur in der Forschung essenziell ist. Wir zeigen den Unterschied zwischen deterministischen Gesetzen (wie dem Ersten Hauptsatz der Thermodynamik) und statistischen Wahrscheinlichkeitsmodellen auf.

  • Verlust an Einfluss & die Macht der Medien: Warum das Kernproblem oft gar nicht ein Vertrauensverlust ist, sondern der schwindende Einfluss der Wissenschaft auf politische Entscheidungen. Wir diskutieren, warum populistische Scheinlösungen in den Medien verfangen und warum wir wissenschaftliche Fakten strikt von ihrer politischen Interpretation trennen müssen.

  • Lösungswege für Gesellschaft und Alltag: Wie wir durch statistische Bildung bereits in der Schule die Angst vor Mathematik abbauen können. Zudem erfahrt ihr, was jeder Einzelne im Alltag tun kann – von der kritischen Überprüfung von Quellen bis hin zum bewussten Umgang mit Social Media und Faktencheckern.

Begleitet uns bei dieser tiefgehenden Analyse und entdeckt, wie wir wieder zu einer gemeinsamen, sachlichen Faktenbasis für unsere Zukunft gelangen können.

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